Copyright © Restaurant "Alter Weinberg" Storkow, 2011 Der „Alte Weinberg“ und seine Geschichte An der Straße zwischen Reichenwalde und Storkow, zwischen Wolfswinkel und Hirschluch, lag einst der  Storkower Weinberg. Der nach Süden abfallende  sonnige Hang der großen Binnendüne bot sich für den Weinbau an. An ihrem Fuße entstand um die vorige Jahrhundertwende ein Bauwerk, das in den nächsten Jahrzehnten den Storkowern und ihren immer  zahlreicher werdenden Besuchern als Gasthaus "Alter Weinberg" wohlbekannt wurde. Einer der Wirte prägte sich namentlich besonders ein: Pastor Knaake, der  beileibe kein Pfarrer war, sondern nur wegen seiner  Art zu sprechen so genannt wurde. Denn er versuchte bei den jüngeren männlichen Gästen seine drei  Töchter "unter die Haube zu bringen". Über die  Vorläufer der Gaststätte gibt Werner Schultz in seiner Storkower Chronik einen historischen Überblick und  berichtet über die Vergangenheit des Weinanbaus in der Storkower Gegend, der diese Namensgebung  veranlasste. Nicht wendischen sondern deutschen Ursprungs ist der Weinbau in unserer Gegend. Wahrscheinlich haben ihn die rheinischen und niederländischen Ansiedler schon unter Albrecht dem Bären mit hierher gebracht. Der Weinbau auf den sonnigen Hügeln an der Ostseite unseres Sees muss noch viele Jahrhunderte sich gelohnt haben, und wir werden annehmen dürfen, dass so manches Fäßlein "Storkower" in die bibersteinischen und  später in die bischöflichen Kellereien gewandert ist. In der kurfürstlichen Zeit verschmähten es die Landsherren keineswegs, den hier erzeugten Wein für ihre Tafeln zu verwenden, ja es war ihnen ein besonderes Vergnügen, das Fest der Weinlese mitzumachen. Im 18. Jahrhundert als in Storkow nur ein königlicher Beamter residierte, der in der Person oft wechselte und daher kein dauerndes Interesse für den Weinberg vorhanden war ging der  Weinbau zurück und schließlich ganz ein. Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts wurde die Sanddüne des ehemaligen Weinberges infolge des gestiegenen Kalksandstein­bedarfes nach und nach abgetragen. In den zwanziger und dreißiger Jahren suchten die Storkower und deren immer zahlreicher werdende Besucher gern den Gasthof am Rande der Stadt auf. Nach dem Krieg entwickelte sich der "Alte Weinberg" zu einer bekannten Adresse, deren Name auch über die Stadtgrenzen hinaus ein Begriff ist.   Eine gute Adresse, wenn es um gepflegte Gastlichkeit geht